8sam um 8 – Stress

Stress treibt mich an und zermürbt mich

Am 08.10. habe ich die 6. Sitzung zu meinen öffentlichen Achtsamkeitslehren abgeschlossen. Das Thema der Sitzung lautete: „Stress treibt mich an, Stress zermürbt mich.“ Vor der Sitzung bereitete ich das beigefügte Handout vor, das das Thema umriss.

Die Sitzung begann mit einer Wertschätzung für die zwölf Teilnehmer, die an der Sitzung teilnahmen.
Wir hielten zwei Schweigeminuten.
Anschließend verteilte ich das Papier an die Teilnehmer und begann den Vortrag gemäß den Absätzen.
Wann immer es möglich war, fragte ich, ob zusätzliche Klarstellungen erforderlich seien.

Zusätzlich bezog ich die Teilnehmer in Gruppendiskussionen über die wichtigen Fragen ein: Wann wird Stress erlebt, wie wird er erlebt, welche Art von somatischen Ausdrücken werden erlebt, wie sehen Grenzen für jeden einzelnen aus …. Jeder teilte seine Ansichten und Überlegungen mit, die ich zusammenfasste und Dankbarkeit für das Teilen ausdrückte. Anschließend teilte ich meine persönliche Sicht auf das Thema, wie sie in der Arbeit skizziert wird.

Schließlich wandte ich mich den Übungen zu. Insbesondere die 4. und 5. Übungen waren diejenigen, die ich für eine erfahrungsbasierte Gruppensitzung vorbereitet hatte, die es den Teilnehmern ermöglichten, ihre Erfahrungen vor, im Moment der Erfahrung und danach auszutauschen.

Die 5. Übung hat auch Spaß gemacht. Denn jeder war aufgefordert, einen der natürlichen Geräusche zu erzeugen, die bestimmte situative Eigenschaften ausdrücken, wie Gähnen bei Müdigkeit, Nörgeln bei Vernachlässigung, Lachen bei Freude. Das Räuspern war für alle beobachtbar und erzeugte ein sofortiges Bedürfnis zu räuspern oder zu husten, wie man es hörte.

Schließlich war der Klang, dem wir uns zuwandten, der Klang, den jeder von frühester Kindheit an kannte und der mit dem Wohlbefinden des Körpers verbunden ist, da er Ernährung, Pflege, Geschmack und viele Situationen des Wohlbefindens repräsentiert. Es war das Summen, das man vor einer gut zubereiteten Mahlzeit anstimmt, das sofort Speichel im Mund produziert und den Körper entspannt, um sich auf die Verdauung vorzubereiten.

Als sich jeder das Lieblingsgericht vorgestellt hatte, bat ich die Teilnehmer, den Klang laut einzustimmen. Jeder konnte sofort die körperlichen Empfindungen erleben, die die Übung begleiteten. Da sich alle einig waren, am Ende hungrig zu sein, beendete ich die Sitzung mit Anerkennung für die Teilnahme.


Das Handout

Stress

Grundsätzliches
Unsere Sichtweise, die Einstellung, die formulierten Glaubenssätze, die wir in uns halten und uns das Gerüst unserer Identität verleihen, bestimmen wie wir uns fühlen, was wir denken und wie wir handeln.

Kollektive Ansichten, durch die Erziehung – das Elternhaus, den Kindergarten, die Schule, die Kirche, Eingliederung in die Arbeitswelt, Anpassung an den Partner – vermittelt, informieren unsere Sichtweisen, Einstellungen und Glaubenssätze.

Im Prozess des Erwachsens – wachsen hin zu einer gereiften Persönlichkeit – durchlaufen wir Veränderungen. Je besser wir diesen Prozess erleben, erfahren, begreifen und verarbeiten, desto gestärkter, gereifter, erfahrener treten wir aus den Veränderungen hervor. Die Entwicklung vom naiven Kind zum erwachten Erwachsenen.

Wir begegnen in unserem Erwachsen Grenzen als Herausforderungen, die unser Vermögen prüfen. An diesen Herausforderungen können wir unsere Entwicklung bemessen. Sie helfen uns daran zu erinnern, was wir bisher erreicht haben, wem wir diesen Weg zu verdanken haben, auf wen wir uns stützen können und wie wir zu sein wünschen.

Definition
Stress wird einheitlich, als die Unfähigkeit äußeren und inneren Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten zu begegnen, verstanden. Was bedeutet, wann immer wir uns überfordert fühlen, wir Stress erleben, wenn wir das Erlebte als Überforderung verstehen.

Wissenschaftliches
Ständig stressvollen Erfahrungen (chronischer Stress) ausgesetzt zu sein kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Risiko Herz-Kreislauf Erkrankungen, Erkrankungen des vegetativen Nervensystems, Autoimmun-Erkrankungen und an psychischen Erkrankungen auch solchen, die die Persönlichkeit betreffen, steigt zunehmend.

Studien belegen, wie unser Körper in kurzen stressvoll erlebten Situationen körpereigene Morphine – Endorphine – ausschüttet. Wodurch unser Schmerzempfinden sinkt und unsere Stimmung steigt.
Dieser Prozess könnte in Folge zu einem Suchtverhalten führen, was erklären würde, warum Menschen der Auffassung seien, unter Stress deutlich effektiver zu arbeiten. In langanhaltenden Stresssituationen wiederum sänken die körpereigenen schmerzsenkenden Mittel und Entzündungen der Gelenke stiegen. Eine mögliche Folge wäre chronischer Schmerz.

In kurzen stressvoll erlebten Situationen würde das Immunsystem aktiviert. Während anhaltend stressvoll erlebte Situationen das Immunsystem unterdrückten.

Sichtweisen
Persönlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich die Herausforderungen in meinem Leben nicht reduzieren kann, da diese mit den Anforderungen zusammenhängen, die an mich gestellt werden. Ich müsste meine Aktivitäten minimieren und mich in eine Höhle zurückziehen. Da ich aber ein sich entwickelndes Wesen bin, das sich in dem unermesslichen Reichtum der Umgebung ausdehnt, möchte ich meine Aktivitäten nicht einschränken. Ich möchte vollumfänglich am Leben teilnehmen.

So muss ich mich anpassen. Ich muss meine Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste gegen meine Fähigkeiten und Fertigkeiten abwägen und schlußendlich mit den Konsequenzen meiner Aktivitäten leben.

Die Herausforderungen des Lebens verursachen Stress, wann immer ich eine Situation überbewerte. Wann immer ich die Situation wichtig und persönlich nehme. Wann immer ich versuche in einer Situation krampfhaft festzuhalten, oder diese zu vermeiden, zu ignorieren oder zu bekämpfen.

Die Dinge müssen so verstanden werden wie sie sind.

Situationen, Bedingungen und Objekten zuviel Wertigkeit beizumessen, verursacht Angst, erzeugt Unsicherheit, Zweifel, Trauer und Wut. Es wirkt sich zeit- und energieraubend aus und letztenendes behindert es mein Erwachen und Erwachsen werden.

Es schadet meinem Körper.

Übung

  1. Was ist dir im Leben wichtig? Notiere welche Situationen, Bedingungen, Objekte in deinem Leben einen besonderen Stellenwert einnehmen. Notiere dazu eine Wertigkeit auf einer Skala von 0-100%
  2. Welche Herausforderungen hast Du gemeistert? Wie hast Du diese gemeistert? Welche Resourcen hast Du verwendet?
  3. Wenn Du einer Situation, Bedingung oder einem Objekt einen unermesslichen Wert beimessen musst, hast Du die Fähigkeiten und Fertigkeiten den Auswirkungen gerecht zu werden ohne Dir und anderen zu schaden?
  4. Nimm Dich wahr so wie Du in diesem Augenblick bist. Der Atem kommt natürlich. Es gibt weder falsch noch richtig. Lass den Atem durch den Mund vorbei an den Zähnen austreten, so dass ein „Ssshh-Geräusch“ oder ein „Schnaubgeräusch“ entstehen kann. Wiederhole diese Art auszuatmen so häufig wie Du es für richtig hälst. Bring deine Aufmerksamkeit darauf, wie sich dein Körpergefühl, dein Fühlen oder dein Denken ändert.
  5. Entdecke dein Wohlgefühl: Wenn uns eine Speise schmeckt machen wir ein Geräusch des Wohlempfindens. Dieses Geräusch ist individuell. Es kann ein Kehllaut-Summen sein, dass aus der Kehle bis in den Bauch hinein schwingt. Dieses Geräusch bezeugt, dass wir die Speise wertschätzen und uns darüber freuen. Sie wird uns schmecken und sie riecht angenehm. All die Eindrücke werden dafür sorgen, dass wir ein Apettitgefühl erfahren. Hinzu kommt, dass wir diese besondere Speise mit besonderen Menschen teilen. Vielleicht bekochen uns diese Wohlfühl-Menschen. Durch die bildreiche Vorstellung der Speise entsteht in uns ein Gefühl von Wohlbefinden. Wir verbinden dieses Bild mit unserem natürlichen Reflex, dem Ausdruck, also dem Ton. Dadurch kann sich ein warmes wohliges Gefühl im Körper einstellen. Vielleicht entsteht sogaer etwas Speichel im Mund, den wir nun hinunterschlucken können, in Vorfreude auf die wohltuende Situation. (Hintergrund: Wenn wir Wohlbefinden erleben, können wir zeitgleich keinen Stress erleben!)

EMDR

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist als eine der wirksamsten und schonendsten psychotherapeutischen Methoden zur Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) anerkannt.

Eye Movement Desensitisation and Reprocessing

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist als eine der wirksamsten und schonendsten psychotherapeutischen Methoden zur Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) anerkannt.

Dr. Francine Shapiro entwickelte die traumaintegrative Methode EMDR im Verlauf einer Traumatherapie.

Aktuelle Studien zeigen, dass EMDR auch bei weiteren Störungsbildern hochwirksam sein kann. So konnten Erfolge bei Anpassungsstörungen, traumatischer Trauer, Depressionen, Ängsten und Zwängen, stoffgebundenen Abhängigkeiten, Schlafstörungen und auch somatischen Beschwerdebildern erzielt werden.

Darüberhinaus kann EMDR im beratenden Bereich in der Überwindung von Hemmnissen und Hindernissen erfolgreich eingesetzt werden. 

Für eine Erstberatung können Sie mich gerne telefonisch unter 0152 04655094 anrufen.

Herzenssache

Inmitten meiner MTTC-Ausbildung (Achtsamkeitslehrer) stehen die Themen Gefühle (schwierige / leichte), das Herz und die Gedanken vor der Tür und klopfen

Ja. Das mit dem Herz ist so eine Sache, oder?!? Ziemlich verrückt und verwirrend diese Angelegenheit, die wir Herz nennen.

Inmitten meiner MTTC-Ausbildung (Achtsamkeitslehrer) stehen die Themen Gefühle (schwierige / leichte), das Herz und die Gedanken vor der Tür und klopfen.

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Gleichzeitig ruft das Universum an und schmeißt meine Beziehungs- und Lebenspläne über den Haufen.


Das Herz kann von einem Augenblick zum Nächsten seine Färbung/ Stimmung ändern, es kann geteilt sein, es kann brechen, sich verlieren, es kann ganz und gar verschwunden sein, es kann etwas / jemanden darin aufnehmen, sich mit jemandem verbinden, sich öffnen, verschließen, schmerzen, erfüllt sein, für etwas/ jemanden brennen, aufgeregt, erregt, unruhig, aufgewühlt sein, vor Angst zittern und ist ruhig wenn wir mutig vorwärts schreiten.

Wie sich mein Herz anfühlt ist verwirrend. Es ist alles zur gleichen Zeit da. Also…schauen wir mal…da fällt mir ein was Goethe zu seinem Herzen sagte…

„Mut

Sorglos über die Fläche weg,

Wo vom kühnsten Wager die Bahn

Dir nicht vorgegraben du siehst,

Mache dir selber Bahn!

Stille, Liebchen, mein Herz!

Kracht’s gleich, bricht’s doch nicht!

Bricht’s gleich, bricht’s nicht mit dir!“

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832)

Ich erlebe gerade wahrhaftig erfahrungsreiche Augenblicke voller ambivalenter Gefühle und Gedanken; und in Mitten dieser Geschichten bin ich zu einem Beobachter geworden: da ist es wie im Zentrum des Sturms einfach irgendwie erschreckend ruhig. Ich merke, wie ich mir dann zwischendurch sage, dass da eine unangenehme Regung sein sollte, damit ich „normal“ bin. Andererseits bin ich aber glücklich mit dem momentanen Zustand.

In diesem Augenblick erlebe ich wahren Frieden. In diesem Augenblick erlebe ich wahren Frieden. In diesem Augenblick erlebe ich wahren Frieden. 


Dann setze ich mich in unser schönes Café Hugo in Niebüll und das Tagesmotto scheint wohl das Herz zu sein (Aha!). Zumindest an meinem Tisch (Echt jetzt – ich habe es geprüft :). Herzlicher Empfang, die Serviette mit dem Herz und auf dem Tisch das Herz dekoriert. Das ist jetzt mein Herzplatz. Mal schauen was da so kommt…außer einem herzlichen Käsekuchen und gutem Kaffeecreme. 🤩🥰


Und wie geht Ihr mit eurem Herzen um?

Stress und Depressionen

Wenn das Leben plötzlich schwer wird

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass man ganz plötzlich an Stress und Depressionen erkranken kann.
In Folge eines traumatischen, einschneidenden oder stark verändernden Ereignisses kann es spontan zu beiden Zuständen kommen.

Manchmal jedoch sind diese Zustände schon lange in der Erfahrungswelt eines Menschen vorhanden.
Sie kommen und gehen, verändern ihre Intensität – und können über die Zeit zu einer Art Gewohnheit werden.


Wenn das Unwohlsein zur Normalität wird

Die Betroffenen erleben dann eine vermeintliche Normalität, in der sie ihren Zustand kaum noch wahrnehmen.
Dinge, die einst Freude bereiteten, verlieren ihre Bedeutung.
Freunde, Familie oder soziale Kontakte werden gemieden oder abgebrochen.

Gefühle von HilflosigkeitNutzlosigkeitinnerer Leereniederdrückender Schwere oder sogar Selbstmordgedankenkönnen sich einstellen.


Was ist Stress eigentlich?

Stress wird als die Unfähigkeit verstanden, äußeren Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten zu begegnen.
Im Klartext bedeutet das:
Immer dann, wenn ich mich überfordert fühle, erlebe ich Stress.

Andauernder Stress kann zu vielfältigen mentalen und körperlichen Problemen führen – von Schlafstörungen über Verspannungen bis hin zu schweren Erschöpfungszuständen.


Wie Depressionen entstehen können

Depressionen werden in unterschiedlichen theoretischen Modellen erklärt.
Da ich eine Ausbildung in CBT (Kognitiver Verhaltenstherapie) bei Depressionen habe, dient mir Becks Kognitives Modell als Arbeitsgrundlage.

Die betroffene Person verarbeitet erlebte Situationen durch automatische, verzerrte Gedanken.
Innere Glaubenssätze und Fehleinschätzungen können dann zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Depression führen.


Wenn Sie sich gerade in einer schwierigen Phase befinden

Da Sie diesen Text lesen, nehme ich an, dass Sie sich in einer Phase befinden, die Sie allein nicht mehr bewältigen können oder möchten.
Das ist verständlich, sinnvoll und richtig.

Richtig, weil es Hilfe gibt – Unterstützung, die gerade in solchen Lebenslagen sehr nützlich und wirksam sein kann.
Ich bin fest davon überzeugt, Ihnen beratend und therapeutisch beistehen zu können.


Ali-Reza Djassemi
Leiter für Körper- und Geistesschulung
Beratung | Psychologische Unterstützung | Achtsamkeit

Zum Nachdenken: Millarden von Zellen schwingen im menschlichen Körper pausenlos damit wir das, was wir als Leben bezeichnen, erleben können. Wenn das nicht Glück ist, was ist es dann? 

Ali-Reza Djassemi

IKF-Instructor vor Ort

Krav Maga / KAPA – Spezialist unterrichtet in der Kampfsportschule Niebüll

Niebüll (mm) – Der zertifizierte IKF-Instructor Marc Nolte kommt am Sonnabend, 28. August zu einem Kurs-Seminar nach Niebüll. Als Veranstaltungsort dient die Alte Schule in der Klanxbüller Straße 24. Zu den Inhalten gehören Themen wie Umgang mit Bedrohungen durch Kurzwaffen insbesondere Messerattacken. Vermittlung von Basistechniken, Ausdauer und Kraft. Die Dauer ist für gut sechs Stunden angesetzt. Beginn um 13 Uhr.

Die Teilnahme für Nichtmitglieder kostet 80€. 

Die Anmeldung ist telefonisch oder per Email nötig. 

Ein negativer Coronatest, nicht älter wie 24 Stunden, ist bei Ankunft vorzulegen. 

Weitere Informationen zu Marc Nolte findet Ihr unter: www.pro-defence.de

1ste Kleingruppe – Struktur

Endlich war es soweit. Die erste Kleingruppe mit Das Sifu Johannes Olbers konnte in den Räumen der IUEWT Niebüll im September 2021 stattfinden. Zu Gast war Sifu Stephan Schreck aus Hamburg, der sich auch einen Überblick von der Gruppe verschaffte. Endlich konnten die Schülergrade vergeben und umgetragen werden. Herzlichen Glückwunsch allen Teilnehmenden zu ihren Graduierungen.

Dai Sifu hat mit uns das Thema Struktur im Wing Tsun erarbeitet. In 2,5 Stunden Übungszeit konnte in Chi-Sau, Dan-Chi und Lat Sao Übungen auf verschiedenen Ebenen die Struktur erarbeitet werden. Im Anschluss hielt Sifu noch einen Kleinvortrag über das Thema der Kleingruppe und erläuterte anhand einer Analogie „Die Struktur des Ei“, die Wirkweise der Struktur. Fragen zu dem Thema vertieften die Gedanken.

Vielen Dank für die Kleingruppe