Verbundenheit mit sich selbst

Verbinde Dich mit Dir selbst auf eine wertschätzende Weise. Eine Weise, die dir erlaubt deine menschliche Gestalt im gegenwärtigen Augenblick zu erleben, ihr dankbar und wohlwollend zu begegenen. Eine Weise, die deinen Geist und seine Möglichkeit der Weite, Freiheit und liebevollen Art für sich selbst mit einbezieht.

Verlust der Verbindung

Nur allzu schnell verlieren wir im Alltag den Bezug zu unserem Körper:

  • Wir wollen gefallen
  • müssen schnell und richtig viele Dinge erledigen
  • unterschätzen unsere Fähigkeiten
  • überschätzen unser Vermögen
  • finden uns in Situationen in denen uns andere Menschen geringschätzend begegenen
  • wir ernähren den Körper mit Stoffen, die ihm kurzfristig und langfristig schaden
  • lassen uns zu Eitelkeiten verführen
  • werden neidisch
  • reagieren gereizt
  • kümmern uns zu wenig um unseren Schlaf

Diese Auflistung kann viele weitere Punkte beinhalten. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass wir immer mehr ein stückweit die Verbindung zu uns selbst aufgeben.

Festigkeit und Enge als Ausdruck der Unverbundenheit

Schnell entsteht der Eindruck von Starrheit, eine Art Festigkeit oder das Gefühl von Enge, das sich als Spannung im Körper ausdrückt. Sie kann überall wahrgenommen werden, wenn wir unserem Körper mit Gewahrsein begegnen. Da wir Menschen unterschiedlich sind, reagiert auch jeder Körper auf seine eigene Weise. So können die Spannungszentren in den Händen, Füßen, den Augen, der Kopfhaut, den Schultern, dem Nacken, der Brust oder viel tiefer liegend in den Organen aufzufinden sein. Der Atem kann ebenfalls davon betroffen sein.

Nutze die Übung der Verbundheit mit sich selbst, um die Verbindung zu Dir selbst wieder herzustellen, zu stärken und zu nähren.

Vielleicht kannst Du bereits nach der ersten Sitzung feststellen, dass sich ein Gefühl von Wohlbefinden einstellen kann. Vielleicht spürst Du, dass Du ruhiger bist, klarer atmest oder Dich ein wenig mehr „bei Dir“ fühlst. Es geht dabei nicht darum, sofort etwas zu leisten oder zu verbessern, sondern darum, Dich selbst wieder bewusst zu erfahren – mit allem, was gerade da ist.

Der Garten des eigenen Herzens – eine geführte Hypnose / Meditation

Und während du dich jetzt einen Moment lang einfach
bequem hinsetzt …
oder vielleicht ganz still stehst …
kannst du einmal bemerken,
wie der Atem ganz von selbst ein- und ausfließt …
so, wie er es immer tut …
ruhig … gleichmäßig … natürlich …

Und vielleicht magst du jetzt,
ganz sanft,
eine Hand auf dein Herz legen …
ohne etwas zu erwarten …
nur um zu spüren,
dass da etwas lebt …
etwas, das schon so lange für dich schlägt …

Und während du spürst,
wie deine Hand die Wärme deines Körpers aufnimmt,
kannst du dir vorstellen,
dass du in einem Garten stehst …
einem ganz besonderen Ort …
dem Garten deines eigenen Herzens.

Vielleicht war dieser Garten lange nicht besucht worden …
das Gras ist ein wenig hoch gewachsen …
die Wege kaum zu erkennen …
und irgendwo in der Ferne
riechst du den Duft von Erde,
von altem Holz,
von Leben, das darauf wartet,
wieder berührt zu werden.

Und während du dich dort umsiehst,
bemerkst du vielleicht,
dass du gar nicht alles auf einmal verändern musst …
dass es genügt,
einen kleinen Zweig zur Seite zu schieben …
oder einfach einen Atemzug zu tun,
der etwas Raum schafft in dir.

Und du weißt,
wie jeder kleine Schritt,
jede liebevolle Bewegung,
jede freundliche Geste dir selbst gegenüber …
etwas verändert.

Vielleicht ganz leise …
vielleicht kaum merklich …
aber spürbar.

Denn so, wie der Boden eines Gartens
durch Regen und Sonne,
Geduld und Zeit fruchtbar wird,
so wächst auch in dir
etwas Neues …
etwas Weiches,
etwas Warmes.

Und während du dir erlaubst,
wiederzukehren –
zu diesem Ort –
immer wieder,
vielleicht nur für einen kurzen Augenblick am Tag …
bemerkst du,
wie es leichter wird,
dich selbst zu mögen …
dir selbst freundlich zu begegnen …
und die Stimme,
die einst so streng war,
mit jedem Atemzug sanfter wird.

Und vielleicht,
an einem Tag,
den du gar nicht besonders erwartest,
gehst du in diesen Garten,
und siehst,
wie dort Licht fällt –
und wie eine Blume blüht,
die du längst vergessen hattest.

Und du weißt dann,
dieser Garten war nie verloren …
er hat nur auf dich gewartet.

Geführte Stehende Meditation – Achtsamkeit, Erdung & innere Balance (55 Minuten Praxis)

Diese 55-minütige geführte stehende Meditation lädt dich ein, die Verbindung zwischen Körper, Atem und Bewusstsein neu zu erleben.
Während du stehst, öffnet sich ein Raum für stille Präsenz – jenseits von Denken, Wollen und Müssen.

Du lernst, den Körper als Anker der Achtsamkeit zu erfahren:
Wie du Gewicht abgibst, Erdung findest und die feinen Bewegungen des Atems spürst.
Wie du Spannungen loslässt, während du gleichzeitig in Stabilität und Wachheit verweilst.

Die stehende Meditation ist eine zentrale Praxis in vielen Körper- und Bewusstseinsschulen – von Taijiquan und Qigong bis zur Achtsamkeits- und Psychotherapiearbeit. Sie schult Gleichgewicht, Konzentration und innere Ruhe, stärkt das Nervensystem und hilft, geistige Klarheit im Alltag zu bewahren.

Diese geführte Meditation eignet sich sowohl für Einsteiger:innen als auch für erfahrene Praktizierende, die ihre Wahrnehmung vertiefen und die Kraft des Stehens neu entdecken möchten.

Inhalt der Folge:
• Einführung in die stehende Meditation (Zhan Zhuang)
• Bewusste Atemführung & Körperwahrnehmung
• Schulung von Achtsamkeit im Stehen
• Entspannung & innere Ausrichtung
• Stille Integration & Nachspüren

Dauer: 55 Minuten
Empfohlen: bequeme Kleidung, ruhiger Ort, aufrechter Stand

Selbstliebe lernen – Warum dein Gehirn Übung braucht, um dich wirklich zu lieben

Ein Klient hatte kürzlich als Hausaufgabe bekommen, sich selbst Liebe zu schenken.
Bei der Übung sollte eine Hand auf dem Brustkorb, im Herzbereich, ruhen, während er laut und hörbar zu sich sagte:
„Ich liebe mich.“

Hin und wieder wurde die Übung ausprobiert, doch sie wurde als schwierig empfunden.
Ein glaubwürdiger Ton in der Stimme fehlte.

Diese Beobachtung habe ich bereits häufig gemacht.
Viele Menschen empfinden es als ungewohnt oder sogar unangenehm, sich selbst liebevoll zuzuwenden.


Wiederholung – die Sprache des Gehirns

Ich erkläre in solchen Momenten gerne, dass es für uns Menschen notwendig ist, die Dinge, die wir gut machen möchten, regelmäßig zu wiederholen.
Unser Gehirn lernt durch Wiederholung.

Ich frage dann oft: „Welche Dinge haben Sie im Leben durch Übung gelernt?“
Die Antworten sind meist ähnlich: Sprache, Bewegung, Kochen, Sport, Musikinstrumente – all das wird durch Wiederholung verinnerlicht.

Selbstliebe bildet da keine Ausnahme.


Das Gehirn und seine Neigung zum Negativen

Studien zeigen, dass Menschen etwa 60–70 % des Tages mit negativen Gedanken über sich selbst beschäftigt sind.
Dadurch entstehen im Gehirn neuronale Netzwerke, die besonders schnell auf Negatives reagieren.
Diese Netzwerke wachsen mit der Zeit zu großen, stark verknüpften Clustern, die negative Selbstbilder stabilisieren.

So begegnet sich der Mensch oft selbst mit Herabsetzung oder gar Selbstbeleidigung.
Gedanken wie:

„Du bist ein Versager.“
„Das kann doch nicht klappen.“
„Du bist einfach nicht gut genug.“

Diese inneren Stimmen prägen unser Selbstbild – und damit auch unser Erleben.


Wie Selbstliebe neue neuronale Wege schafft

Demgegenüber steht die Selbstliebe – ein kleines, oft wenig genutztes neuronales Netzwerk.
Wenn wir liebevolle Gedanken und Handlungen regelmäßig wiederholen, beginnen diese Synapsen, sich zu verstärken.
Aus einem kleinen Cluster entsteht allmählich ein größeres, stabileres Netzwerk, das positiv auf wertschätzende, liebevolle und dankbare Erfahrungen reagiert.

Das bedeutet:
Je häufiger du dich in Selbstliebe übst, desto selbstverständlicher und natürlicher wird sie.

Auch in Beziehungen wirkt sich das aus:
Ein Mensch, der sich selbst mit Respekt und Mitgefühl begegnet, kann auch anderen mit mehr Verständnis und Wärme begegnen.
Beziehungsdifferenzen entstehen oft aus unterschiedlichen Wertigkeits- und Selbstwertempfindungen.


Wenn das Herz sich öffnet – und das Einhorn fliegt

Mit jedem liebevollen Gedanken, jeder dankbaren Handlung wächst in uns ein Stück Sonne.
Und vielleicht – sinnbildlich gesprochen – geht irgendwann die Sonne auf,
aus der ein Regenbogen hervortreten kann,
über den, ganz leicht, ein Einhorn fliegt.


Bestärkende Handlungen für mehr Selbstliebe

Hier einige Wege, wie du täglich deine Selbstliebe stärken kannst:

  • 🎁 Dir selbst Geschenke machen – auch kleine Aufmerksamkeiten zählen.
  • 🙏 Dankbarkeit ausdrücken – für das, was du bist und hast.
  • 💪 Motivation pflegen – erkenne deine Fortschritte an.
  • 🔍 Dich selbst besser kennenlernen – reflektiere deine Werte und Bedürfnisse.
  • 🧘 Gutes für den Körper tun – Sport, Massage, Entspannung, gesunde Ernährung, Schlaf, Berührung, Sexualität.
  • 🧩 Gehirnjogging & Lernen – Neues aktiv erkunden.
  • 🧴 Körperhygiene pflegen – liebevoller Umgang mit dir selbst.
  • 🏡 Raumhygiene – ordne deine Umgebung, um Klarheit im Inneren zu fördern.
  • 🌍 Reisen – neue Perspektiven erleben.
  • 🤝 Soziales Netzwerk stärken – Nähe und Verbundenheit nähren das Herz.

Fazit

Selbstliebe ist keine Selbstverständlichkeit – sie ist eine Praxis.
Mit jedem kleinen Schritt, jedem Moment der Achtsamkeit, jedem liebevollen Gedanken trainierst du dein Gehirn, dich selbst anzunehmen.
So wächst mit der Zeit nicht nur dein Selbstwert, sondern auch deine Fähigkeit, das Leben mit offenem Herzen zu begegnen.

Hier gelangst Du zu einer Hypnose / Meditation zum Thema Selbstliebe.